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Astronomie

Antike Astronomie
Es gibt wohl keinen Menschen, der sich gar nicht für die Sternenkunde interessiert, und selbst Kinder sind vom Nachthimmel mit dem Mond und den vielen Sternen fasziniert. Zugleich stellt keine wissenschaft größere Anforderungen an unsere Vorstellungskraft, denn Zeit, Größe und geschwindigkeit sind im Weltall wahrhaft - ASTRONOMISCH -

Geschichte der Himmelskunde
Die Himmelskunde - Astronomie - ist die älteste aller Naturwissenschaften. Seit es Menschen auf dem Planeten Erde gibt, ist der gestirnte Himmel ein bevorzugtes Objekt ihrer wissbegier. Die systematische Beobachtung der Gestirne setzt in dem Augenblick ein, da die Sterne im Bereich des Kultischen und Religiösen einen bevorzugten Platz zugewiesen bekommen und gleichzeitig die Notwendigkeit der Zeitbestimmung und Orientierung als Lebenshilfe notwendig wird. Von der täglichen Zeitmessung führt der Weg direkt zum jährlichen Kalender.
Die ältesten astronomischen Beobachtungen werden überliefert durch Schriften und Kulturdokumentationen der alten Kulturvölker des Nahen und Fernen Ostens. Es gibt chinesische Aufzeichnungen über Sonnenfinsternisse aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. Der indische und babylonische Kulturkreis steht mit ähnlich weit zurückliegenden Belegen astronomischen Interesses nicht nach. Und es ist berechtigt anzunehmen, dass die Mayavölker Mittelamerikas sogar schon im 4. Jahrtausend v. Chr. regelmäßige Himmelsbeobachtungen gemacht haben. Die Auslegung einer alten Maya-Handschrift, des so genannten - Dresdener Kodex - weist auf die Beobachtung einer totalen Mondfinsternis am 15.02.3379 v. Chr. hin!
Die Gestirne spielen im Altertum die Rolle von Gottern. So ist jede himmelskundliche Beobachtung Hilfsmittel für Religion und Mythos.
Astrologie und Astronomie waren lange Zeit kaum zu trennen.
Bereits in der Steinzeit wurde die Lage von Grabstätten der Verstorbenen an Himmelsrichtungen ausgerichtet. Vor 5500 Jahren erbaute man gewaltige Steinringe, die bestimmte Himmelsereignisse anzeigten. Einige Beispiele hierfür ist Stonehenge im Süden Großbritanniens - Winter- und Sommersonnenwende und Voraussagungen von Finsternissen - die Maya-Pyramide El Castillio - sie ist exakt nach dem Sonnenlauf ausgerichtet, am Frühlingsanfang am 21. März und zum Herbstanfang am 21. September zeichnet die untergehende Sonne ein gezacktes Band aus Licht und Schatten auf die Treppe - der entstandene Schlagenkörper verbindet sich mit dem abgebildeten Kopf am Fuß der Treppe. Die Stufengesamtzahl aller 4 Treppen ergibt 364 plus der Stufe zum Hochaltar ergibt genau die Anzahl der Tage eines Erdenjahres. - Maya Observatorium von Oaxaca Mexiko oder das Observatorium von Chichen Itza, spieglen die Wichtigkeit der frühen Astronomie, Himmelsbeobachtung im religiösen Leben der Mayas wieder.